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Tierärzte für Homöopathie

Fische homöopathisch behandeln

Die homöopathische Behandlung von Fischen hat mehrere entscheidende Vorteile.

Wir setzen 1. das bestmögliche Arzneimittel ein. Es wird genau nach den individuellen Beschwerden ausgewählt. 2. Wir können das Immunsystem nachhaltig behandeln. Das bedeutet, auch schwere Infekte oder Parasitosen sind einer homöopathischen Therapie zugänglich. 3. Wir können tiefgreifend auf die Vitalität der Patienten einwirken, d.h. die Gefahr von Rückfällen wird reduziert.

Fische, besonders Teichfische, lassen die Beschwerden leider häufig erst im fortgeschrittenen Stadium erkennen. Entscheidend ist, mehr als bei anderen Tiergruppen, der Zeitpunkt des Therapiebeginns für den Erfolg!  Sind schon schwere Organschäden eingetreten, gelangt auch eine so wirkungsmächtige Therapie wie die Homöopathie an ihre Grenzen.

Die Anwendung von homöopathischen Mitteln sollte abends erfolgen.

Die Anwendung von homöopathischen Mitteln sollte abends erfolgen. Potenzierte Homöopathika sind lichtempfindlich. Unter UV- Kunstlicht oder Sonnenbestrahlung kann die Wirkung schnell nachlassen. Die Verdünnung ist kein Problem auch in großen Gartenteichen.  Man gibt die Arznei in flüssiger Form in die Umwälzpumpe, die die Verteilung besorgt. Behandelt man mit Hochpotenzen, reichen oft 2-3 Gaben pro Woche. Bei Aquarienfischen kann auch eine Einzeltierbehandlung in einem gesonderten Behälter durchgeführt werden. Diese Quarantäne trägt auch zur Verhinderung von weiterer Ansteckung bei.

Ein erheblicher Teil der Erkrankungen ist ungünstigen Umweltbedingungen oder sogar Haltungsfehlern zuzuordnen.

Diese sind mit homöopathischen Mitteln nur sehr eingeschränkt zu korrigieren. Daher muss die homöopathische Behandlung von Fischen zwingend durch die Beurteilung und ggf. Verbesserung des Lebensraumes ergänzt werden. Das gilt gleichermaßen für Aquarien- wie Teichfische.

Zur Klärung der Situation müssen zuerst diese Fragen beantwortet werden: Seit wann besteht das Problem? Wie hoch sind die Verluste? Welche Behandlungen sind bisher erfolgt? Wie viele Fische sind in welchem Wasservolumen untergebracht? Wann sind Wasserwechsel und Filterreinigung letztmalig durchgeführt worden? Wann sind zuletzt Neuzugänge dazugekommen? Was wird gefüttert, wieviel und wie oft?  Schwimmt ungenutztes Futter lange nach der Fütterung an der Oberfläche?  Ist das Futter artgerecht, dem Energiebedarf angepasst? Ist das Futter verschmutzt, überlagert oder mit Schädlingen befallen?

Häufige umweltbedingte Stressfaktoren sind ein zu hoher oder niedriger pH-Wert. Damit ist der Säuregehalt des Wassers gemeint. Er lässt sich mittels Indikatorpapiers oder einem einfachen pH-Messgerät bestimmen. Die Komfortzone für die meisten einheimischen Fische ist ein Wert zwischen 6,5 und 8.  Exoten haben hier deutlich abweichende Ansprüche. Diese sollte der Halter kennen und regelmäßig messen. Dies ist besonders notwendig, wenn die Einrichtung des Beckens mit Holz oder Gestein in größerem Umfang verändert wird oder ein Wasserwechsel stattfindet.

Die Wasserqualität, hier besonders der Nitrat-Wert sollte auch in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Nitrateintrag entsteht durch Einleitung von Brunnen- oder Oberflächenwasser. Besonders betroffen sind Teiche in unmittelbarer Nähe zu landwirtschaftlichen Nutzflächen. Das Nitrat gelangt i.d.R. durch übermäßige Düngung ins Grundwasser.

Eine weitere Nitratquelle sind die Fische selbst. Ihre Ausscheidungen werden durch Bakterien im Wasser zu dem giftigen Nitrat umgewandelt. Es ist u.a. verantwortlich für die Algenblüte im Sommer. Der häufigste Grund in Fischhälterungen ist ein Überbesatz an Tieren oder die überreichliche Fütterung, wobei ein Teil des Futters ungenutzt zu Boden sinkt. Abhilfe schafft ein biologischer Filter. Das kann ein dichter Pflanzenbesatz in Randzonen oder eine Filterpumpe sein. Die mit Abstand einfachste Lösung ist eine Verringerung des Besatzes.

Als Nächstes sollte der Tierbesitzer über das Verhalten der erkrankten Tiere im Biotop berichten. Fressunlust, Neigung sich zu verstecken, Schreckhaftigkeit mit heftigen Fluchtreaktionen, abseitsstehen sind wichtige Symptome. Weiterhin sollte auf Bewegungsstörungen wie Taumeln, Seiten- oder Rückenlage, Kopfstehen, Liegen am Boden, Treiben an der Oberfläche geachtet werden. Hilfreich dazu kann auch ein kurzes Video für den behandelnden Tierarzt sein.

Danach erfolgt die sorgfältige Untersuchung des erkrankten Tieres. Ein Exemplar wird herausgefangen und in einen durchsichtigen Beutel verbracht. Untersuchung toter Fische macht wenig Sinn. Parasiten verlassen ihren Wirt schon nach 10 Minuten. Die Zersetzung des Tierkörpers beginnt sofort. Eine Diagnose ist schon nach 1 Stunde kaum noch möglich. Die Konservierung frischtoter Tiere kann in 70%igem Alkohol oder in 5%igem Formaldehyd aus der Apotheke erfolgen.

Der Fisch wird nach dem Kopf- zu- Schwanz- Schema begutachtet. Sind mehrere Fische betroffen, braucht der Tierarzt auch Angaben über die Symptome der anderen im Bestand verbliebenen Tiere. Der Ernährungszustand wird festgestellt. Ist z.B. der Bauch eingezogen oder aufgetrieben?  Steht die Wirbelsäule heraus? Ist die Hautfärbung heller oder dunkler? Sind an der Atmung Veränderungen auffällig an Kiemen oder Maul? Der Zustand der Schleimhülle, Kiemen, Schuppen und Flossen wird protokolliert. Sind Beläge, weiß, gelb oder grün zu sehen? Finden sich Geschwüre, Blutungen, gallertige Zubildungen, kleine schwarze Punkte, wattebauschartige Auflagerungen? Gibt es Augensymptome wie Glotzaugen, Hornhauttrübungen, Fremdkörper im Augeninneren? Ein Abklatsch oder Abstrich von der Hautoberfläche sollte routinemäßig durchgeführt werden. Das erlaubt oft schon eine erste Einordnung.

Bei Verdacht auf Parasitenbefall sollte eine Kotuntersuchung gemacht werden. Dazu zieht man mit einer 10ml Spritze die frisch abgesetzte Ausscheidung direkt aus dem Wasser ab. Der Kot sollte nicht vom Boden aufgenommen werden.  Bakterienkulturen können von veränderten Organen bei Bedarf angelegt werden.

Bei Krankheiten, die mehrere Tiere betreffen oder die sehr schwerwiegend sind, ist eine Sektion unerlässlich. Damit bekommen wir Informationen über den Zustand der inneren Organe. Unterstützend kann bei Bedarf eine Gewebsentnahme mit histologischer Untersuchung durchgeführt werden.

Der Erfolg der homöopathischen Behandlung basiert somit dem rechtzeitigen Eingreifen, auf der möglichst vollständigen Symptomsammlung durch den Tierbesitzer und der sorgfältigen Anamnese durch den Tierarzt. Sie kann ggf. durch zusätzliche Untersuchungen abgesichert werden.

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