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Kater Igor* und die brennende Kerze – eine Geschichte zum Advent

Kater Igor* und die brennende Kerze – eine Geschichte zum Advent
(*Name von der Redaktion geändert)

Es war einmal der Kater Igor – Russisch Blau, vier Monate alt, männlich – der zusammen mit seinem
gleichaltrigen Bruder in einem Haushalt lebte, in dem ein schön geschmückter Adventskranz steht.
Hier gibt es nicht nur lustige, kleine Kugeln, die man klauen und mit denen man hervorragend in der
Wohnung Katzenfußball spielen kann, sondern auch vier große, leuchtende Kerzen. Klar, die Kerzen
sind heiß und Frauchen hat ihm verboten, sich ihnen zu nähern – aber Igor ist jung und
unerschrocken – und pfeift sowieso die meiste Zeit auf das, was das Frauchen so sagt. Deshalb hält
ihn auch niemand davon ab, in einem unbemerkten Augenblick die Pfote in die Kerzenflamme zu
stecken. Es kam, wie`s kommen musste – ein spitzer Schrei (von der Besitzerin), ein klägliches
Miauen (von Igor), und als die Besitzern ihren Kater endlich unter dem Sofa hervorgeholt hatte, unter
das er sich verkrochen hatte, hatte dieser eine hässliche feuerrote Brandwunde am kleinen Pfötchen.
Natürlich war es Sonntag Abend – keine Tierarztpraxis offen. Und wegen einer verbrannten Pfote in
den Notdienst? Aber bis zum nächsten Morgen wollte die Besitzerin auch ungern warten, denn der
Kater war ja schließlich noch so klein! Also doch die Tierärztin anrufen. Diese ließ sich ein Foto der
Pfote schicken und empfahl der Besitzerin zunächst einmal ein homöopathisches Mittel – Cantharis,
drei Globuli in Wasser aufgelöst und ins Maul eingegeben. Bereits kurz danach gingen Rötung und
Schwellung zurück, der Kater schlief tief und fest die ganze Nacht hindurch. Am nächsten Morgen
brachte die Besitzerin ihn zur Nachkontrolle in die Tierarztpraxis. Die Wunde war reaktionslos. Es war
keine weitere Therapie notwendig.

 

Eine Fliege aus Spanien hilft bei Verbrennungen:

Cantharis vesicatoria, die spanische Fliege, ist ein homöopathisches Mittel, das in keiner
Hausapotheke fehlen sollte. Viele kennen und schätzen seine Wirkung bei Blasenentzündungen, aber
es ist auch ein gutes Mittel bei Verbrennungen jeder Art. Verbrennungen, die Cantharis brauchen,
zeichnen sich durch Rohheit, Wundheitsschmerz und brennende Schmerzen aus. Diese bessern sich
durch kalte Anwendungen (beispielsweise kaltes Wasser). Häufig kommt es auch zu Blasenbildung
und vermehrter Sekretion einer durchsichtigen bis leicht eitrigen Flüssigkeit an der betreffenden
Stelle. Die Tiere sind sehr unruhig und nicht unbedingt gut gelaunt.
Natürlich sollte man Tiere mit Verbrennungen auf jeden Fall einem Tierarzt vorstellen. Doch als Erste
Hilfe bei leichten bis mittelschweren Verbrennungen an Katzenpfötchen (oder Hundenasen) durch
Kerzen (oder Herdplatten…) ist Cantharis sicherlich mehr als geeignet.

Dr. Brigitte Hentschel

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